Emotionales Essen – Psychologie verstehen: die sichere Bindung

Emotionales Essen – Psychologie verstehen: die sichere Bindung Daniela Amberg

Für viele von uns ist Essen die Art und Weise, wie wir unser Nervensystem beruhigen, unerfüllte emotionale Bedürfnisse befriedigen, Überforderung und Stress zu bewältigen versuchen. Egal, ob wir zu viele Dinge in zu wenig Zeit erledigen müssen, uns frustriert oder einsam fühlen – für unseren Körper ist dies eine Stress-Erfahrung. Wenn wir unter Stress stehen, suchen unser Geist und unser Körper nach Wegen, um für uns zu sorgen, um uns zurück an einen Ort des Funktionierens, der Ruhe und der Leichtigkeit zu bringen.

Wir sind Beziehungswesen und als solche suchen wir nach Orten der Sicherheit und des Gehalten-seins, wo wir uns fallen lassen können und aufgefangen werden. Manchmal haben wir keine Orte, an denen wir emotionalen Beistand erhalten können – weder äußerlich noch innerlich. Manchmal fühlen wir uns zu verletzlich, zu schüchtern oder schämen uns, wenn wir andere um Hilfe bitten.

In unserer Kultur, in der Werte wie Leistung, Belastbarkeit, Kontrolle und Selbstsicherheit im Vordergrund stehen, können unsere emotionalen und Beziehungs-Bedürfnisse mit Scham besetzt sein. Dies kann zu einem inneren Konflikt führen, so dass wir uns schämen, überhaupt Unterstützung zu brauchen oder darum zu bitten. Dadurch verschwindet unser Bedürfnis nach Verbindung jedoch nicht. Stattdessen verwandelt es sich und wir suchen nach Bindungsersatz. Emotionales Essen – Psychologie verstehen: die sichere Bindung.

Erleichterung und Schmerz der “Bemutterung” durch emotionales Essen

Im Essen können wir eine Art Mutter finden, die uns versorgt, beruhigt und uns Last abnimmt. Wenn wir uns mit Essen „bemuttern“, fühlen wir uns oftmals vorübergehend besser, weil wir uns von der warmen Umarmung der Nahrung gehalten fühlen, besänftigt, umsorgt, gesehen, gehört. Aber danach fühlen wir uns häufig schlechter, wenn Scham, Schuldgefühle oder Selbstkritik in den Vordergrund treten und wir uns für die Art und Weise, wie wir mit Essen für uns sorgen, gegen uns selbst wenden. Wir können uns doppelt schuldig fühlen: schuldig für die Art, wie wir mit Essen für uns sorgen und schuldig dafür, wenn wir deswegen hart und erbarmungslos mit uns selbst sind.

Es gibt gute Gründe für emotionales Essen

Es ist verständlich, dass wir uns schämen und frustriert sind, wenn wir fast zwanghaft Nahrung zu uns nehmen, um uns zu trösten – vor allem, wenn in unserer Kultur Wert daraufgelegt wird, “die Kontrolle zu haben” und „unfehlbar“ zu sein.

Für emotionales Essen gibt es immer gute Gründe. Wenn wir uns überfordert, gestresst und in schmerzhaften Emotionen gefangen fühlen, ist alles in unserer Neurobiologie darauf ausgerichtet, Verbindung herzustellen. Wenn wir keine echte Verbindung haben, können wir andere Orte der Sicherheit und des Halts suchen –wie Essen. Auch die Suche nach einer idealen Ernährung oder einem idealen Körper ist letztendlich der Versuch Sicherheit zu finden.

Emotionales Essen – Psychologie verstehen: die sichere Bindung. Die Motivation, die hinter unserem Verhalten steht, beruht also auf etwas Gutem: sich selbst zu versorgen und zu nähren. Mit der Zeit kann diese Gewohnheit, sich dem Essen zuzuwenden, zu einer emotionalen Bindung werden, die unsere Bedürfnisse nach Verbundenheit, Zugehörigkeit, emotionalem Ausdruck und Einfühlung befriedigt.

Deshalb kann es sich unmöglich anfühlen, die guten Vorsätze, achtsamer zu essen, einzuhalten. Das liegt nicht daran, dass uns die Willenskraft fehlt oder wir uns nicht genug anstrengen. Vielmehr sind es unsere Beziehungs- und Gefühlsbedürfnisse, die unser Essverhalten unbewusst steuern. Wenn uns das klar wird, können wir unsere Essgewohnheiten vielleicht auf eine neue Art und Weise sehen: ich bin nicht beratungsresistent, unfähig, faul oder unmotiviert. Ich bin einfach nur überfordert und versuche, auf die einzige Art und Weise, die ich bislang kenne, für mich zu sorgen!
Diese Einsicht – auch wenn sie einfach klingt – ist kraftvoll und heilsam.
Kann ich als Konsequenz dieser Einsicht den Anteilen von mir, die durch Essen für mich sorgen, mit Zuhören, Neugierde, Respekt, Ehrfurcht und Mitgefühl begegnen?

Du wünschst Dir individuelle, zielgerichtete und empathische Unterstützung, um weiterzukommen? Dann ist eine Empowerment Session das Richtige – persönlich in Aachen, per Telefon oder eine digitale Plattform Deiner Wahl. 

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